Bei der Polizei in Südaustralien werden offenbar fleissig DVDs kopiert. Bei einer Untersuchung der Arbeitsplatz-PCs ist eine grosse Anzahl von DVD-Rips entdeckt worden. Das ist dort genauso eine Urheberrechtsverletzung wie hier und wird mindestens genauso hart bestraft.
Bloss haben die dort betroffenen Polizisten nichts zu befürchten, da offenbar einfach zu viele von ihnen daran beteiligt sind. Laut der Zeitung ‘The Australian‘ wird es keine offizielle Untersuchung, und somit auch keine strafrechtliche Verfolgung geben. Die Cops werden lediglich ermahnt und auf Verhaltensrichtlinien aufmerksam gemacht.
Quelle: Golem
Wenn das kein Schlag in die Fresse von Ottonormalverbraucher ist, was dann?
Die französische Partneranwältin der Schweizer Firma Logistep, Elisabeth Martin, hat in Frankreich jetzt 6 Monate Berufsverbot und ist für 10 Jahre aus allen Berufsverbänden ausgeschlossen worden. Angezeigt wurde sie von ihren eigenen Kollegen.
Die gute Frau hat offenbar mehrere Tausend! Abmanhnungen an Leute verschickt, die -zumindest angeblich- das Spiel ‘Call of Juarez‘ via P2P gesaugt haben. Im Namen von Logistep und Techland forderte sie von den Betroffenen dann 400 Euro Abmahngebühr.
Weiterhin hat die Lady Madame gedroht, dass es bei Nichtzahlung zum Prozess kommen würde und bei einer Niederlage die Übernahme von Gerichtskosten in Höhe von hunderttausenden Euro ins Haus ständen. Geleistete Zahlungen wanderten dann hübsch auf ein Privatkonto, über das Frau Martin keine Informationen geben wollte.
Das ist dieses Jahr das dritte Mal, dass Logistep in diesem Jahr u.a. im Zusammenhang mit illegalen Handlungen auffällt (siehe hier bzw. hier).
Quelle: Gulli
In der aktuellen Ausgabe der ‘Datenschleuder‘ (das ist das Magazin des Chaos Computer Club) wird der Fingerabdruck von Innenminister Wolfgang Schäuble veröffentlicht. Aber nicht nur das, es liegt auch eine Fingerabdruck-Attrappe bei, die man sich über den eigenen Finger kleben kann.
Der CCC protestiert damit gegen das Erfassen biometrischer Daten im Allgemeinen und gegen die Fingerabdrücke im e-Pass im Besonderen. Dirk Engling, Sprecher des Clubs dazu: “Wir empfehlen, die Abdrücke bei erkennungsdienstlichen Behandlungen, bei der Einreise in die USA, bei der Zwischenlandung in Heathrow, aber auch im örtlichen Supermarkt und – prophylaktisch – beim Berühren möglichst vieler Glasflächen zu benutzen”.
Ob es eine juristische Möglichkeit gibt, diese Veröffentlich zu unterbinden, ist bisher offenbar nicht ganz klar. Der CCC hat vor, ein biotmetrisches Poesiealbum anzulegen, wo weitere Politiker wie zum Beispiel Günther Beckstein und Angela Merkel aufgenommen werden sollen.
Quelle: Heise, Gulli
eBay will zum 23.04. seinen Ableger eBay Express schliessen, bei dem ausschliesslich Neuware zu Festpreisen angeboten wird. Damit kommt das Aus bereits nach eineinhalb Jahren.
Angeblich haben die Kunden das Angebot nicht in der Form angenommen, wie eBay das gerne gehabt hätte. Ausserdem können Verkäufer natürlich auch beim normalen eBay-Marktplatz Neuwaren verkaufen.
Die vorbildlichen Suchfunktionen von eBay-Express wurden in die normale Auktionsplattform übernommen.
Quelle: Golem
Diese Unterschrift hat sich gelohnt!
Das Bundesverfassungsgericht hat nun per einstweiliger Verfügung beschlossen, dass Daten seitens der Provider zwar noch gespeichert werden dürfen, ein Zugriff von staatlicher Seite aber nur in besonderen Fällen möglich ist. Weitere Schnitte sind durchaus möglich, da die Verfassungsmässigkeit weiter ungeklärt ist.
Nach dieser Entscheidung ist die derzeitige Justizministerin Brigitte Zypries für den AK Vorrat nicht mehr tragbar:
“Frau Zypries hat die Öffentlichkeit systematisch getäuscht, etwa mit der vor dem Bundestag aufgestellten Behauptung, es gehe um ’schwerste Kriminalität’, während das Gesetz in Wahrheit jede ‘mittels Telekommunikation’ begangene Straftat betrifft, oder mit der Aussage, man setze die EG-Richtlinie ‘in minimaler Weise um’, während das Gesetz in Wahrheit weit über die Vorgaben aus Brüssel hinaus geht. … Frau Zypries hat die Vorratsdatenspeicherung gegen den Willen des Bundestages ausgehandelt, einer EU-Richtlinie ohne Rechtsgrundlage zugestimmt und die Datenspeicherung unter Verstoß gegen die klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland durchzudrücken versucht. Dieser vorsätzliche Verfassungsbruch macht sie als Bundesjustizministerin untragbar.”, so Patrick Breyer.
Bis zur Hauptverhandlung im September ist die VDS nun also erstmal eingebremst, da nur beim Vorliegen einer schwerwiegenden Straftat im Einzelfall Zugriff auf die Daten gewährt wird (und nur dann, wenn die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise wesentlich erschwert oder aussichtslos wäre).
Der AK möchte nun, dass im Optimalfall andere Datensammelaktionen (z.B. Flugreisen, Briefe/Pakete, Bundestrojaner, Personalausweis, etc.) auf Eis gelegt werden.
Schönen Gruss an Herrn Dr. Schäuble & Co. Schön zu wissen, dass in diesem Land doch noch der Eine oder Andere nicht auf das Grundgesetz scheisst.
Quellen: Gulli, Golem
Die EU hat vor, die Lautstärke von MP3-Playern auf 100 Dezibel zu begrenzen. So berichtet zumindest die Audio in ihrer 4/2008-Ausgabe. Wer weiterhin die Spitzen mit mehr als 100 dB will, muss seinen Player in Zukunft aus nicht-EU-Ländern (z.B. U.S.A. oder Japan) importieren.
Dabei sind die Gefahren auch bei begrenzter Lautstärke gegeben.Bedingt durch starke Kompression und die übermässige Übertragung von Mitten bei billigen Kopfhörern, entsteht ein lauteres Klangbild, ohne eben diesen Pegel zu überschreiten.
Quelle: Golem
Die Reporter ohne Grenzen (deutsch: ROG) haben auf 81 Seiten zusammengetragen, was es so über Blogs, Blogger und das Bloggen an sich zu wissen gibt. Das 2,3 MB grosse PDF in englischer Sprache gibt es direkt bei den Autoren oder auch bei Gullishare und dem Blue Archive oder Rapidshare.
Währenddessen wurde der Tag der Meinungsfreiheit von Schirmherr UNESCO wegen Differenzen mit den ROG wieder abgeblasen. Man wolle nicht mit bestimmten Veranstaltungen verbunden werden. Die Reporter ohne Grenzen gehen wiederum davon aus, dass sich die mutmasslichen "Feinde der Meinungsfreiheit im Internet" bei der UNESCO beschwert haben.
Quelle: Gulli