Neulich in der Uniklinik…

Wie einige in meinem näheren Umfeld bereits wissen, liege ich mal wieder stationär im Krankenhaus. Bin ja echt nicht wirklich der gesündeste Mensch der Welt. Aber das will ich jetzt hier gar nicht weiter ausführen.

Jedenfalls liege ich hier mit meinem Zimmernachbarn Esat auf einem schnuckeligen 2-Bett-Zimmer im Bettenhaus. Das Pflegepersonal hier ist – so generell – echt ne Wucht. Null Grund, sich zu beklagen. Aber heute passierte hier folgendes:

Esat wird aus einer Propofol (remember?) Narkose kurz wach, ist aber noch gar nicht in der Lage aufzustehen, klingelt also nach einer Schwester / einem Pfleger, um ein Glas Wasser zu bekommen. Was gab es? Kein Glas Wasser, sondern die recht pampige Ansage, er solle doch die 23 wählen. Weg war die Schwester wieder.

Nach eifrigem Grübeln, was sie jetzt wohl genau meint, hat er dann via Haustelefon auch tatsächlich jemanden am Apparat und äußert seine Bitte erneut. Da musste doch tatsächlich jemand aus der Küche wegen eines Glases mit Wasser kommen (ich war leider gerade nicht anwesend, hätte das sonst selbst natürlich sofort erledigt). Ich mein, iss ja nu nicht der Act.

Jedenfalls schilderte er vorhin diesen Zwischenfall einer zweiten Schwester, und die eben besagte hört natürlich zwischen Tür und Angel mit. Kommt reingeschossen und motzt rum, er sei schließlich ein erwachsener Mann, jeder 90-jährige könne das.

Ey, der Mann war noch voll auf Schlafmittel. Die Beine hätten den zu desem Zeitpunkt noch gar nicht getragen. Jetzt fragen wir uns hier: Darf Pflegepersonal so mit Patienten umgehen?

Wie schon erwähnt, geht diese Kritik ausschließlich an eine Person. NICHT an das Pflegepersonal an sich. Die sind hier sonst wirklich ziemlich ausnahmslos total lustig und nett.

Aber so was… selbst meiner Freundin, die gerade zu Besuch hier war, ist dabei das Kinn runtergeklappt.

Was meint ihr?

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2 Kommentare zu “Neulich in der Uniklinik…”

  • R. von Wegen Says:

    Namen & Uhrzeit des Vorfalls notieren und direkt eine schriftliche Beschwerde mit kurzer Stellungnahme an die Klinikleitung. Der Vorfall wird – wenn dort sauber gearbeitet wird – vermerkt und wenn das schon häufiger vorgekommen ist, wird sie irgendwann in dem Haus überhaupt kein Wasser mehr servieren dürfen … Klar, werdet ihr beide alles selber wissen, ich würde jedoch exakt so vorgehen.

    Absolute Frechheit, wenn sie keinen Bock hat, soll sie sich einen anderen Job suchen.

    Ansonsten: Gute Besserung und Gruß an Esat. :)

  • 63mg Says:

    (OT: wie putzig, Stichwort "Schwester" und schon haste Angebote an Fetischzeug im Blog ;) )

    Ich würde mal mit der Stationsleitung sprechen, Chef-Schwester oder wie die sich nennt. Das ist ja wohl unstreitig gefährlich, wenn ein frisch operierter selbständig das Bett verlässt und im Falle eines Unfalls auch nicht zuletzt eine Frage der Haftung … jetzt mal abgesehen von pampig (war bestimmt ne Praktikantin oder so)

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