Die Rettung durch Online-Spiele
Was macht man, wenn man den ganzen Tag in nem Kurs sitzt, in dem man eigentlich gar nicht sein will. Vor einem PC, vor dem man eigentlich gar nicht sitzen will. An einem Ort, zu dem man gar nicht hin will.
Richtig, man kann sich – wenn man gerade schon dabei ist – mit Programmen auseinandersetzen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen will. Oder aber man setzt sich mit Onlinespielen auseinander. Zwei meiner absoluten Lieblinge möchte ich kurz vorstellen, auch wenn sie dem Einen oder Anderen schon bekannt sein dürften:
Da hätten wir einmal den Bubble Shooter – just for fun:
Und auch noch Jewel Magic, bei dem man (so man denn möchte) sogar noch richtiges Geld gewinnen kann, da hier auch richtige Turniere stattfinden:
Bei beiden geht es generell darum, mindestens 3 Steine/Kugeln in Folge aneinanderzureihen, um diese so abzubauen. Das Prinzip dürfte ja hinlänglich bekannt sein.
Aber Vorsicht, kann süchtig machen!
pics via onlinespiele.org / skill7.com
















28. August 2010 um 23:23 Uhr
Mann, lebst du auch noch? Ich dachte schon, du wärst auf die Malediven ausgewandert…
Mindestens!
Zum Thema: könnte man diesen Kurs auch als “Maßnahme” definieren? Kenn ich auch…seit 2005 ist da (für mich und bei uns) allerdings (meist) eine städtische Firma für zuständig – den Chef kenn ich gut…seit 21 Jahren, grins.
Und hab ein prima Verhältnis zu ihm, obwohl wir uns siezen. Das “Du” hat sich iwi nie ergeben – muß ja auch nich. Reden kann ich mit dem genau wie mit dir. Ich sag halt nich “Leo/nhard”, sondern “Herr B.” – und umgekehrt.
Der ist in meinem Alter, 2 Jahre jünger oder so. Und wir wissen beide wies läuft: manchmal muß man nein denken und ja sagen – is einfacher so. Der kann auch nicht (immer) wie er will – die Politik spielt mit rein, auch er hat einen hochrangigen Kommunalpolitiker vor der Nase.
Bei der letzten “Sache”, (hatte mit 1 € zu tun) da gabs ein sogenanntes “Vorschaltmodul”. Um dumme schlauer zu machen – oder schlaue dümmer…
Da hab ich den Referenten in der Pause gefragt: “Welchen Browser nehmen sie denn privat?” “Den, den, den Explorer heißt der doch, oder?” – “Sie meinen den INTERNET Explorer?” – “Ja, ja – den meine ich!” – “Aber welche Version das ist, wissen sie doch sicher?” Er wußte es nicht genau…
“Der ist da ja schon dabei!” – “SO kann man das natürlich auch nennen”, hab ich gesagt. Er hat dann mit entwaffnender Ehrlichkeit bemerkt: “Ich kann meine bekannten Programme auf dem Comp bedienen, die für die Arbeit hier und zu Hause nötig sind – so wie sie kenn ich mich natürlich nicht aus.”
“Ich hätte gleich mal was privates zu erledigen”, hab ich gesagt. “Gehen sie nur, ihnen kann ich eh nix beibringen, seien sie aber bitte vor Ablauf der 2 Stunden zurück, sonst kann ich sie nicht als anwesend eintragen”.
PS: Später mal haben eine “durchstudierte” Kauffrau + 2 Sekretärinnen es erfolgreich nicht geschafft, eine .odt Datei zu öffnen. Obwohl auf meinem Stick auch eine portable Version von OpenOffice war – und ich mit dem Finger darauf gezeigt habe…die wußten zuerst gar nicht warum das mit Word nich ging – die Dateiendungen waren ausgeblendet. Tja.
Ein paar Tage später haben sie es dann DOCH geschafft – allerdings hatte ich die Datei diesmal mit OO in .doc abgespeichert. Das mußte dann noch bearbeitet werden, ich sollte am nächsten Tag wieder in die Stadt kommen. “Ne, ne”, hab ich gesagt, “das is nur ein paar KB groß, “schicken sie mir das doch als Anhang an eine E-Mail. Und keine Angst, alles was sie schicken, werd ich schon aufkriegen…”
Über meine (eine meiner) E-Mail Adressen haben sie sich dann nochmal gewundert. “So heißen sie doch gar nicht!” – “Stimmt, aber heißen sie xxxxx (Name der städtischen Firma)? Sicher nicht!” Das man da auch privat etwas anderes nehmen kann, war denen anscheinend nicht bekannt…
29. August 2010 um 10:23 Uhr
Hi JH! Ja, micht gibt’s noch – leider nicht auf den Malediven.
Mann könnte den Kurs durchaus als Maßnahme bezeichnen, allerdings mit nem anderen Background als 1€. Ich weiss aber ziemlich genau, was du meinst. Es waren – mal wieder – Leute dabei, die kein Wort Deutsch (sehr sinnig, die dort reinzustecken) oder ihren Namen nicht schreiben konnten. Glaub nicht, dass die überhaupt gewusst hätten, was ein “Browser” ist.
Schwierig genaug, das mit Admins, Onlineredakteuren & Co. zu kombinieren, kann man sich ja vorstellen.
Man kann sich’s wohl nicht immer aussuchen. Da fällt mir ein, ich muss noch zum Abschlussgespräch – war in der letzten Woche krank.
29. August 2010 um 17:39 Uhr
Zum Abschlußgspräch war ich damals auch. Die letzten 3 Monate war ich ja krank (mein damaliger Beinbruch).
"Ich muß sie bewerten", hat der Herr B. gesagt, "muß ich bei allen, nach dieser Maßnahme". "Da gibts Punkte für verschieden Kriterien (Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit + 1000 andere), das geht von 1- 10 – 1 ist das schlechteste, 10 das beste. Ich versuch immer, mindestens 5 zu geben – obwohl das bei manchen Teilnehmern fast nicht zu verantworten ist…"
"Wir gehen das kurz durch, und sie sagen mir, was ich hinschreiben soll" – "Ach was, Herr B. wir kennen uns doch lange genug – das überlass ich ihnen. Schreiben sie überall was zwischen 8 und 10 hin, aber nicht immer 10 – das fällt dann auf."
So wurds dann auch gemacht (hat er irgendwann später geschrieben). Und wir haben uns über alles mögliche unterhalten. Über den Sinn und Unsinn solcher Maßnahmen z.B. Und über das mit dem USB-Stick
"Soll ich sie für weitere Maßnahmen empfehlen? Was schreib ich denn da hin?" "Sie werden die richtige Formulierung schon finden, Herr B. – sie wissen doch, wie gern ich sowas mache, ich bin daran aufs äußerste interessiert!" Da haben wir beide nur gegrinst…
PS: wenn so etwas wieder ansteht (ich glaubs nicht, kleine Kontakte hab ich in der AA auch) – immerhin könnt ich mir aussuchen, WO ich hingeschickt werde – der Herr B. wirds schon richten. Seine Untergebenen wissen ja auch, wie gut ich den kenne…
Gut, das ich den Herrn B. kenne, was?
30. August 2010 um 11:08 Uhr
Fishdom möchte ich noch erwähnen, das kann einen auch fein beschäftigen.
So eine Maßnahme hat viele Gesichter und lange nicht alle sind wirklich lustig.
Mir hat ja die Dame mit dem Wacka-Backa-Seminar – du kannst dich in eine positive Welt denken und fühlen – gefallen. Esotherik für Hartzer klingt nach einer lukrativen Nebenbeschäftigung. Einen turbanisierten Kartenverleger mit Deutungspanorama oder eine etwas runzelige Pendeliererin, die einem die zukunftigen Schwangerschaften kalendarisch bestimmt, hätte ich auch noch kurzweilig gefunden.
Wir lesen uns.
30. August 2010 um 13:57 Uhr
[...] Wie das Zitat von Krizzi vielleicht belegt, ist nicht jeder mit dem Gefühl von hoffnungsfroher Freiwilligkeit in den Prozeß eingetreten. Was macht man, wenn man den ganzen Tag in nem Kurs sitzt, in dem man eigentlich gar nicht sein will. Vor einem PC, vor dem man eigentlich gar nicht sitzen will. An einem Ort, zu dem man gar nicht hin will. – Rettung durch Onlinespiele [...]