MySQL 5.1 nicht ungefährlich
MySQL-Kopf ‘Monty’ Widenius hat in seinem Blog öffentlich die neue 5.1er Version von MySQL, bzw. die Herausgabe für den Produktiveinsatz durch Sun Microsystems, kritisiert. Die Version enthält nach seiner Aussage noch 20 bekannte und knapp 500 (mehr oder weniger gefährliche) unbekannte Fehler, die teilweise auch zum Absturz führen können. Daher hält er es für besser, noch Patches und Minor-Releases abzuwarten. Auch wurden nicht alle kritischen Fehler aus 5.0 korrigiert. Das Ganze ist also mehr als Betaversion zu betrachten, die aber besser als die ewig nicht aktualisierte 5.0 sei.
Die Ursache für diesen Umstand liegt scheinbar nicht beim Entwicklerteam, sondern eher in deren Umfeld. Aus Marketinggründen, wurden Beta und RC-Phasen sowie GA (General Availability)-Release sehr früh eingeläutet. Auch stehe Qualität nicht mehr im Mittelpunkt. Weiterhin kritisiert Widenius, dass die übrig gebliebenen Kernentwickler auf zu viele Teams verteilt seien, von denen zu wenige an der Version 5.1 arbeiten. Für die Leute, die das MySQL-Team verlassen haben, wurden neue Leute ohne entsprechende Kenntnisse ins Boot geholt. Dies führe zu weiteren Problemen.
Monty schlägt daher ein Komitee vor, das unabhängig Kriterien für Releasestände festlegt – dies ist wohl bei Sun auch kein unübliches Vorgehen. Auch möchte er, dass die Community mehr einbezogen wird.
via Golem
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30. November 2008 um 16:04 Uhr
Eine Entwicklung, die nachdenklich macht.
Hoffentlich wird das nicht Mode, “unfertige” Projekte zu veröffentlichen - gibt nur Schäden für die OpenSourceGemeinde
30. November 2008 um 16:18 Uhr
Tja, das Management von Sun lässt sich offenbar auch von den Entwicklern nicht in sein Geschäftsmodell reinreden. Gut, dass man so wenigstens gewarnt ist - und das von einem, der es wissen muss.
Ich hätte z.B. für cs.net 5.1 durchaus eingespielt, was vermutlich auch bei der üblichen Nutzung (kein Ansprechen der neuen Funktionen) kein grösseres Problem wäre. Aber jetzt denke ich, werd ich damit warten.
Und zum Thema Mode: Microsoft (nur so als ‘grosses’ Beispiel
) macht es doch vor!