Browserkennung bei Chrome deaktivieren
Die eindeutige Nummer, die Google jeder Installation ihres neuen Browsers Chrome verpasst, lässt sich abschalten, so dass Google die Herkunft der (leider) übermittelten Daten wohl nicht mehr ganz so eindeutig zuordnen kann.
Diese ist in einer Datei namens Local State festgeschrieben. Diese wiederum liegt
bei Windows Vista im Verzeichnis
X:\Users\[user name]\AppData\Local\Google\Chrome\User Data
und bei Windows XP im Verzeichnis
X:\Dokumente und Einstellungen\[user name]\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Google\Chrome\User Data
Chrome sollte vor dem Öffnen der Local State im Editor geschlossen sein. In den Zeilen, die mit client_id und client_id_timestamp beginnen, wird nun alles zwischen den Anführungszeichen gelöscht, die Datei danach gespeichert und mit Schreibschutz versehen! Nun den Browser einmal starten, wieder beenden, und im selben Verzeichnis die Local State.tmp genauso bearbeiten und ebenfalls mit Schreibschutz versehen!
Das Versenden von angesurften URLs und Google-Suchanfragen verhindert man, indem man in den Einstellungen das Häkchen bei ‘Automatische Vorschläge zur Vervollständigung der in der Adressleiste eingegebenen Suchanfragen und URLs’ entfernt (unter Optionen -> Grundeinstellungen -> Standardsuche -> Verwalten).
via Golem
Update: Sebastian Bauer hat ein Tool geschrieben, welches diesen Vorgang automatisiert. Download hier! (Das Tool wurde in der Zwischenzeit umbenannt in ‘Chrome Privacy Guard’ - damit keine Verwechslungen entstehen.)
Update: Und noch ein ähnlicher Kandidat von Abelssoft (Achtung! Muss für jede Session neu durchgeführt werden!).
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4. September 2008 um 17:45 Uhr
[...] deaktivieren, die Übermittlung von URLs kann man ja schon in den Einstellungen abschalten - siehe hier. Die werden ein OpenSource-Projekt ja nicht als potentiellen Spion auf die Menschheit loslassen [...]
8. September 2008 um 16:36 Uhr
Hi,
eine Anmerkung auf deinen Forenpost, der hier als Trackback aufgelistet ist:
natürlich lassen Sie das Projekt nicht als potenziellen Spion los. Die Software macht ja letztendlich nichts anderes als mein geliebter Firefox auch: übertragen von Nutzungsdaten zu Zwecken der Softwareverbesserung.
Der Unterschied ist aber: für einen reinen Softwarehersteller, sind das wirklich nur Daten, die zur Verbesserung der Software, vielleicht noch zur geringen Marktforschung dienen. Viel mehr kann kein Softwarehersteller damit anfangen (die Firma, bei der ich arbeite macht es genau so). Aber: für eine Firma, die davon lebt, gesammelte Daten 1:1 in Kapital umzuwandeln, sind diese Daten natürlich gold wert, stärken ihre mächtige Markststellung und sind weit mehr, als nur Daten zur Verbesserung der Software. Niemand außer Google, ist in der Lage aus so trivialen Daten ein immer exakteres Bild zu machen, weil einfach niemand sonst im Besitz der restlichen Daten ist, die kombiniert mit den Daten aus Chrome ein so transparentes und exaktes Bild eines jeden von uns erzeugen.
Was ich sagen will: Daten sind nicht gleich Daten. Es kommt darauf an, wer die Daten wofür verwendet und das ist es, was Chrome prinzipiell eher zum potentiellen Spion macht.
Und Gott bewahre, ich bin sicher kein Google Basher
Ich nutze selber viele Services. Nur will ich Google einfach nicht die Möglichkeit bieten, mich aus jedem Winkel transparent betrachten zu können.
8. September 2008 um 16:44 Uhr
Gute Sicht der Dinge, wie ich finde!