T-Online verschärft Antispam
Der Internetanbieter T-Online nimmt keine eMails mehr an, die offensichtlich Spam oder ähnliches enthalten, was offenbar nicht jedem User gefällt. Schon während der Annahme der Mails wird auf Spam/UCE/UBE/Phishing geprüft und gegebenenfalls RFC-Konform abgelehnt, noch bevor sie den vom User konfigurierbaren Spamfilter erreichen.
Dieses Vorgehen ist nicht unüblich und wird bei vielen Anbietern praktiziert, um die Systeme zu entlasten. Natürlich kann es dabei zu False Positives kommen, werden aber von T-Online als sehr selten bezeichnet. Der Versender wird bei Ablehnung per Bounce-Mail informiert. Wer Probleme mit FPs hat, kann sich an die Adresse fpr@tx.t-online.de wenden.
Zur Kritik, dass dies eine Einschränkung des Postfaches sei, sagt T-Online: “… wenn Sie wirklich ALLES haben wollten, was auf Port 25/tcp hereinkommt, dann hätten Sie eigentlich nur eine Wahl: Sie müssten einen Rootserver mieten und diesen nach eigenem Gusto einrichten. Wenn Sie es dann erreichten, dessen Domain im Internet einigermaßen bekannt zu machen, würden Sie bald feststellen, dass Sie kaum noch Mails empfangen könnten, weil der Mailserver auf ein paar tausend Sockets versucht, die Mails der Spam- und Virenbots anzunehmen, dies aber von den technischen Ressourcen her nicht mehr schaffen kann.”
Quelle: Golem
BTW: Gerade lese ich bei Heise, dass das Spam-Aufkommen nach deutlichem Anstieg zum Jahresanfang und einem bisherigen Höchststand am Monatsanfang deutlich abgenommen hat.
Allerdings ist dies kein Grund zur Entwarnung in irgendeiner Art. Ein erneuter Anstieg ist wohl eine Frage der Zeit, da sich die Anzahl der IP-Adressen, von denen der Spam ausgeht, kaum verändert hat.
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