Wie bereits am 15. zu lesen war, wird die Auskunft der DTAG (11833) nun doch nicht verkauft. Der Telekom entgeht damit etwa eine halbe Milliarde Euro, die sie vom US-Konzern Infonxx bekommen hätte.
Insgesamt gab es wohl 20 Interessenten, darunter Callcenter-Firmen aus In- und Ausland. Finanzvorstand Eick sagte dazu nur, dass die Telekom nicht unter Verkaufsdruck stehe und finanziell kerngesund sei.
Die Auskunft selbst beschäftigt nur ca. 40 Mitarbeiter, der Rest läuft per Outsourcing. Das Call-Volumen liegt bei ~120 Millionen Anrufen/Jahr. Der Umsatz beträgt jährlich ca. 200 Millionen Euro bei einem Marktanteil in Deutschland von rund 60%. Grösster Konkurrent ist hier die Telegate mit etwa 30% Marktanteil.
Anmerkung: Bevor mich jemand meiner Arbeitskollegen virtuell steinigt - mir sind auch etwas andere Zahlen bekannt. Die o.g. Daten sind der Quelle entnommen.
Die Anzahl der Vollmachten gegen die Vorratsdatenspeicherung hat sich seit dem Beschluss des Bundestages fast verdoppelt. Mittlerweile sind rund 13.000 Unterschriften vorhanden. Ferner kann die Aktion “Schäuble wegtreten” auf über 10.000 Unterschriften zurückgreifen.
An der Verfasssungsbeschwerde kann man sich nun noch bis zum 24.12. (statt 19.11.) beteiligen. Es sollte allerdings davon abgesehen werden, bei der Kanzlei Starostik anzurufen, da dieser für solche Dinge einfach keine Zeit bleibt. Über weitere Zusendung von Vollmachten freut man sich allerdings sehr.
Zitat des Büros von Starostik: “Wir bitten die TeilnehmerInnen, nicht mehr in der Kanzlei anzurufen. Stattdessen bitte ausschließlich die Vollmachten zusenden, da wir uns sonst nicht mehr um das Alltagsgeschäft kümmern können. Und zur Zeit ist der normale Kanzleibetrieb lahmgelegt.“
Zu “Schäuble wegtreten” meint Pantoffelpunk: “Ich habe die Datenbank mit 9387 gültigen Stimmen auf lokal exportiert, ungültige Stimmen gelöscht, alles schick gemacht und ausgedruckt. 303 Seiten Protest liegen vor mir. … Alle Unterschriften, die jetzt noch eingehen, werden als Nachdruck verleihende Stimmen in regelmäßigen Abständen an den Petitionsausschuss gesendet. Macht also bitte weiter Werbung, jede Stimme zählt.“
Nach dem Erscheinen der Mobilplattform “Android” hat Google offenbar noch Grösseres im Mobilfunksektor vor. Laut Wall Street Journal ist geplant, Funkfrequenzen im Wert von etwa 4,6 Milliarden US-Dollar im 700MHz-Bereich auch ohne Partner zu ersteigern. Bis zum 3. Dezember soll dies endgültig entschieden werden.
Angeblich gehe es darum, den Bürgern in den Staaten eine grössere Auswahl und mehr Wettbewerb zu verschaffen. Man möchte für ‘mehr Offenheit’ in dem Bereich sorgen (oder geht’s hier vielleicht doch nur um’s Geld? ).
Ferner scheint in der Konzernzentrale in Mountain View schon ein entsprechend modernes Funknetz zu betreiben, was durchaus Erfahrungspunkte bringen könnte.
Nachdem es ja schon seit geraumer Zeit über Umwege möglich war, Skype in Kombination mit (ausgesuchten) Logitech-Cams zu höheren Auflösungen und Bildraten zu bewegen, ist dies nun auch ohne weiteren Aufand möglich.
Heute ist nämlich die Releaseversion von Skype 3.6 erschienen, die in Kombination mit dem aktuellen Logitech-Treiber (der nun auch die Betaphase hinter sich gelassen hat) genau dies bewerkstelligt.
Voraussetzung ist hier lt. Golem neben Skype 3.6 und Logitech-Treiber v11.5 eine Logitech QuickCam Pro 9000, QuickCam Pro Notebook oder QuickCam Sphere AF. Ebenso wird mindestens ein PC mit Dual-Core-CPU und eine Breitbandverbindung mit >= 384 KBit/s Upstream benötigt.
Eine weitere Neuerung ist eine Steigerung des File-Transfers auf max. 70 KByte/s zum Skype-Server. Videoübertragungen zwischen unterschiedlich schnellen Anschlüssen sollen ausserdem stabiler geworden sein. Weiteres kann den Release Notes entnommen werden.
Der Landesbeauftragte für Datenschutz in Mecklenburg-Vorpommern, Karsten Neumann fordert ganz klar eine Einstellung des Fingerabdruckverfahrens im Pass, da die technische Umsetzung der Datenübermittlung völlig unzureichend sei.
Stichproben bei Passbehörden hatten ergeben, dass in keinem Fall die datenschutzrechtlichen Vorschriften eingehalten wurden.
Zitat: “Bei meiner Kontrolle wurde offensichtlich, dass die Ergebnisse des Testbetriebes nicht ordnungsgemäß ausgewertet wurden und dass die betreffende Passbehörde nicht in der Lage war, das Verfahren datenschutzrechtlich und sicherheitstechnisch zu bewerten. Aufgrund der gravierenden Mängel habe ich gegenüber dieser Passbehörde und dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern eine Beanstandung ausgesprochen. Um das bei der Verarbeitung biometrischer Daten erforderliche Datenschutzniveau erreichen zu können, habe ich eine Reihe von Empfehlungen gegeben. Das Verfahren zur Erhebung und Übermittlung von Passantragsdaten sollte erst nach der Umsetzung dieser Empfehlungen wieder aufgenommen werden.“
Die komplette Presseinformation als PDF gibt es hier.
Letzen Monat trat im vereinigten Köngreich das umstrittene Gesetz, das die Herausgabe von Passwörtern an die Polizei anordnet, in Kraft. Nun ist der erste Fall da.
Gulli berichtet über eine Tierrechtlerin, die allerdings abstreitet, etwas auf ihrem PC verschlüsselt zu haben. Sie sagt, sie sei gar nicht fähig, ein Programm wie PGP zu bedienen und der verschlüsselte Content stamme nicht von ihr. Aber selbst wenn einen solchen Key hätte, würde sie ihn nicht herausgeben.
Heikel wird die Sache dadurch, da die besagte Frau die Firma Huntingdon Life Sciences bekämpft, eines der weltweit grössten Tierversuchslabore. Dort beteiligte Personen werden seit geraumer Zeit boykottiert und bedroht.
Es ist in solchen Fällen allerdings gar nicht nachvollziehbar, an wen die verschlüsselte Nachricht überhaupt gerichtet war, bzw. ob der Empfänger überhaupt einen entsprechenden Schlüssel hat.